Espigoule,
das ist ein kleines verträumtes Dorf irgendwo inmitten der idyllischen
Hügel der Provence. Espigoule, das ist auch die Heimat von Regisseur
Christian Philibert, der den Bewohnern des Dorfes ein Jahr lang
mit seiner Kamera gefolgt ist. Zentrum der Ereignisse ist die
Dorfkneipe, in der sich alle treffen: ein verkannter Poet, der
selbst während der Fußballübertragung seine Gedichte vorträgt,
ein Landschaftsmaler, der seine Farben aus der Erde von Espigoule
mischt, ein langhaariger Imker, der magischen Honig herstellt,
ein Zahnarzt, der die Gebisse seiner Patienten auch am Cafétisch
untersucht....
Sie
und einer Reihe anderer farbig-skurriler Charaktere begleitet
der Film durch die Höhepunkte des Jahres: das Dorffest mit dem
Haseneintopf-Kochwettbewerb, das weihnachtliche Lottospiel in
der Gemeindehalle, eine merkwürdige Silvesterparty, David gegen
Goliath beim Kommunalwahlkampf und last not least das unvergeßliche
Ziegenbockrennen. Die Kamera wird dabei nie zum Voyeur. Die Leute
von Espigoule haben sich an sie gewöhnt und gehen souverän mit
ihr um. Sie wenden sich mit ihren Ansichten an sie, nutzen sie
zur Selbstdarstellung - oder ignorieren sie einfach. Durch den
spontanen Humor und die kauzige Selbstironie der Darsteller gelingt
Christian Philibert "ein charmanter, lebensbejahender Film von
einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht" (Hans Messias, filmdienst).
Buch
und Regie: Christian Philibert
Mit
den Einwohnern von Espigoule
Frankreich
1999 - 97 Min. - 35 mm Farbe
Französische
Originalfassung mit deutschen Untertiteln