Im Bürgerkrieg gegen das rhodesische Rassisten-Regime von Ian Smith versorgt die junge Florence im Busch versteckte Soldaten der Guerilla mit Essen. Dabei lernt sie einen der Anführer kennen und verliebt sich in ihn. Als ihr Vater denunziert und verhaftet wird, beschließt Florence, sich mit ihrer Freundin Nyasha der Guerilla anzuschließen. Die beiden Frauen nehmen die Decknamen "Flame" und "Liberty" an und müssen sich in der von Männern dominierten Befreiungsarmee erst durchsetzen. Als der Krieg vorbei ist, stellen sie jedoch fest, daß die hart erkämpfte politische Unabhängigkeit des Landes vor allem den Männern nützt und nur wenige ihrer eigenen Hoffnungen sich erfüllen. Flame und ihre Freundin müssen den Kampf für ihre persönliche Freiheit und die Rechte der Frauen weiterführen...

Der authentische Film, der auf Interviews der Regisseurin mit Ex-Kämpferinnen beruht, löste in Zimbabwe große politische Kontroversen aus. Die Polizei beschlagnahmte das Filmmaterial wegen des Verdachts "subversiver Informationen und pornographischer Szenen", der Verband der Kriegsveteranen forderte ein Verbot, weil der Film ein falsches Bild von der Stellung der Frauen in der Befreiungsarmee zeige.

FLAME ist einer der starken neuen afrikanischen Filme, der Fragen nach der Emanzipation der Frauen in den heutigen Männer-Gesellschaften stellt.

FLAME wurde in Zimbabwe ebenso wie in Südafrika zum Publikumshit, gewann zahlreiche internationale Preise und besticht auch durch großartige Landschaftsaufnahmen und die faszinierende Mbira-Musik.

 

Buch und Regie: Ingrid Sinclair

Mit Marian Kunonga (Flame/Florence), Ulla Mahaka (Liberty), Norman Madowo (Danger)

Zimbabwe 1996 - 90 Min. - 35 mm - Farbe

Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Sothern African Film Festival 1996:

Bester Film
Beste Regie
Beste Darstellerin

Filmfestival Cannes 1996:

Quinzaine des Réalisateurs