Das Fenster gegenüber
La finestra di fronte

Regisseur Ferzan Özpetek ("Hamam", "Die Ahnungslosen") erzählt in seinem vierten Spielfilm spannend und mit großer emotionaler Intensität zwei sehr unterschiedliche Liebesgeschichten. Getrennt durch die Zeit, sind sie miteinander verflochten und beeinflussen sich gegenseitig. Im Mittelpunkt steht Giovanna, eine junge Frau aus der Gegenwart. Giovanna ist mit ihrem Alltag nicht glücklich. Wenn sie von der Arbeit aus der Fabrik heimkommt, ist sie erschöpft. Die beiden Kinder und ihren Mann Filippo schnauzt sie hauptsächlich an und reagiert auch gereizt, als Filippo auf der Straße einem offensichtlich verwirrten alten Mann hilft, der nicht weiß, wer oder wo er ist und nur den Namen "Simone" stammelt. Gegen Giovannas Widerstand nimmt ihr Mann den Alten für ein paar Tage mit in ihre Wohnung.

Etwas prickelnde Aufregung tritt in Giovannas Leben, wenn sie allabendlich ihren attraktiven Nachbarn Lorenzo von gegenüber durch das Fenster beobachtet. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, doch trotz der Nähe scheint er für sie unerreichbar. Ausgerechnet der namenlose alte Mann wird schließlich zum Anlaß, daß Lorenzo sie anspricht. Gemeinsam versuchen die beiden Jüngeren, das Rätsel um die Herkunft des erstaunlichen Gastes zu lösen. Es ist ein Rätsel, dessen Auflösung weit in die Vergangenheit zurückreicht, ins Jahr 1943. Eine mutige Tat im Rom des Faschismus und ein existenzieller Verlust ereigneten sich damals in einer einzigen Nacht - Ereignisse, die in der Gegenwart nachwirken. Giovanna spürt: Auch sie muß sich entscheiden...

DAS FENSTER GEGENÜBER wurde in Italien zu einem überragenden Kinoerfolg. In den Hauptrollen spielen Giovanna Mezzogiorno sowie der legendäre Massimo Girotti als Davide, für den dies seine letzte Filmrolle war.

DAS FENSTER GEGENÜBER wurde mit vier italienischen Filmpreisen "David di Donatello" ausgezeichnet: Bester Film, Beste Musik , Bester Hauptdarsteller (Massimo Girotti), Beste Hauptdarstellerin (Giovanna Mezzogiorno).


Regie: Ferzan Özpetek

Buch: Gianni Romoli, Ferzan Özpetek

Kamera: Gianfilippo Corticelli

Schnitt: Patrizio Morone

Musik: Andrea Guerra

Darsteller: Giovanna Mezzogiorno, Massimo Girotti, Raoul Bova, Filippo Nigro, Serra Yilmaz

Italien 2003, 106 Min.

Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln


"David di Donatello":